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Für ewig



Denn was der Mensch in seinen Erdeschranken
Von hohem Glück mit Götternamen nennt,
Die Harmonie der Treue, die kein Wanken,
Der Freundschaft, die nicht Zweifelsorge kennt; 
Das Licht, das Weisen nur zu einsamen Gedanken,
Das Dichtern nur in schönen Bildern brennt,
Das hatt´ ich all´ in meinen besten Stunden
In ihr entdeckt und es für mich gefunden.


Goethe, aus den "Werken" von 1827, aus: Lyrisches.

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Leonard Carlitz' father was a Ukrainian while his mother was a Latvian. They were a Jewish family who emigrated with Leonard's four grandparents to the United States around 1890.  ...



Надо же.



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Два дня назад мне сделали несказанный подарок, познакомив с вот этой Страницей:



http://classic-online.ru/




Качество записи здесь очень хорошо, по-моему.

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Neues Jahr

Dec. 31st, 2011 10:00 am
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С Новым Годом ! Желаю Вам в нём много счастья, успехов, добра и света.


У Katharina Elisabeth Goethe, матери Johann von Goethe, можно найти следующий новогодний рецепт:

Man nehme 12 Monate, putze sie sauber von Neid, Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und zerlege sie in 30 oder 31 Teile, so daß der Vorrat für ein Jahr reicht. Jeder Tag wird einzeln angerichtet aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor. Man füge 3 gehäufte Eßlöffel Optimismus hinzu, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt. Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe übergossen. Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit.

Возьмите 12 месяцев, очистите их от зависти, горечи, жадности, педантичности и поделите на 30 или 31 частей, так чтобы запаса хватило на один год. Каждый день заправляется отдельно из одной части работы и двух частей весёлого нрава и юмора. Добавьте 3 столовые ложки оптимизма, 1 чайную ложку толерантности, зёрнышко иронии и щепотку такта. После этого залейте всю массу большим количеством любви. Готовое блюдо украсьте и сервируйте каждый день с ясностью/безоблачностью/веселостью.

Рецепт этот не глубок по-моему, но как-то очень мил, и хочется присоединить его к поздравлениям.
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Aus einem sehr gehaltvollen und schönen Interview mit Evgeny Kissin:


Partituren:Aber ist es nicht schwierig, jeden Tag aufs neue die eigenen hohen Ansprüche zu erfüllen?

Kissin:  Wenn wir von meinem eigenen Standard sprechen, ja. Das ist nicht leicht. Aber leicht meint auch nicht immer angenehm. Und mit Sicherheit meint angenehm nicht immer dankbar oder erfüllend. Wohingegen es sehr erfüllend ist, sich immer wieder zu seinem eigenen Standard hinaufzuarbeiten.



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Время

Dec. 20th, 2011 11:29 am
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Сегодня выпал первый снег. Differenziertes рисунок деревьев за окном. Чёрно-белый.


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Евгений Киссин так extrem introvertiert. Видеть его игру даёт больше, чем просто слышать. Я слушаю его редко, это совсем другой мир, но бывают дни, когда он, кажется, очень.. подходит. Вызывает так много симпатии этот мир.

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http://www.youtube.com/watch?v=ANvCrBAOw-k&feature=player_embedded


Очень спокойная часть рождественского концерта.

В Германии празднуют не только рождество, но и воскресные дни  до него. 27-го ноября был первый Advent - до Рождества оставалось четыре воскресенья. Сегодня празднуется третий Advend. Во многих домах лежат специальные венки (они называются Adventkranz) из елочных веток с четырьмя (как правило довольно большими) свечами. По традиции, сегодня следует зажигать уже третью свечу.

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Vor der zurückhaltend schlichten, mehr hinterfangenden denn rahmenden Naiskosarchitektur, bestehend aus zwei sehr flachen, schmalen, sich leise nach oben verjüngenden Anten, ... , entfaltet sich in hohem Relief ein eminent plastisches Bild. Die Figuren überschneiden mit ihrem Rückenkontur die Anten, die Dienerin erreicht fast den äusseren Rand der Platte.
Rechts sitzt in reinem Profil nach links auf hochbeinigem Diphros mit zylindrischen Stollen Mnesarete.
Über einem dünnen Chiton trägt sie einen Mantel aus feinem Stoff, der sich in bandartig schlichten Falten um Rücken und Schenkel schmiegt.
Die emporgenommene Rechte lüftet in Achselhöhe leicht den Mantel, die Linke liegt, völlig in das Manteltuch gehüllt, im Schoss.
Die mit Sandalen bekleideten Füsse, der rechte vorgesetzt, der linke stärker zurückgestellt, ruhen mit Ferse bzw. Zehen auf einem flachen, zierlich gedrechselten Schemel mit eingezogenen Tierfüssen und hängendem herzförmigen Mittelblatt.
Vor Mnesarete steht in ebenso strengem Profil nach rechts mit vor dem Schoss verschränkten Händen die Dienerin. Unter dem schlichten, langärmeligen, bis auf den Boden reichenden Gewand zeichnen sich die jugendlich prallen Körperformen ebenso deutlich ab wie bei der Herrin.
Beide Figuren halten den Kopf etwa gleich stark gesenkt.
Das mit dem Rundmeissel skizzenhaft angelegte und für Farbauftrag rauh gelassene, kurzgelockte Haar ist bei der Dienerin schlichter und von wolliger Konsistenz, bei der Herrin dagegen schmiegt sich vor dem gewellten Kalottenhaar ein äusserer Lockenkranz um einen schmalen Reif... .



Beide, in tiefer Versunkenheit befangene Gestalten nehmen einander nicht wahr.
Der Blick der Dienerin fällt nur scheinbar auf den verhüllten Arm der Herrin und damit auf das, was von der schönen Erscheinung am undeutlichsten ist, am stärksten verborgen bleibt.
Dieses Motiv des eingehüllten Arms in Verbindung mit der gebeugten, in sich zusammengesunkenen Haltung mag gleichsam einFrösteln verdeutlichen, kann Hinweis auf ein sich-Verschliessen der Figur sein.
Eindringlich und ergreifend wird die endgültig gewordene Untätigkeit der Herrin und Frau des Hauses zur Schau gestellt.

In: Barbara Vierneisel-Schlörb: "Glyptothek München, Katalog der Skulpturen, Band III.  Klassische Grabdenkmäler und Votivreliefs" S. 19 ff, Verlag C.H. Beck, 1988.





Grablekythos einer Frau, "Münchner Lekythos".
Erh. H. 76 cm (urspr. H. etwa 1,30 m). Grösste Breite 35,4 cm, am Schulterknick 33,2 cm. Reliefhöhe an der Fussleiste 1,5 cm, an den Figuren bis 2 cm. H. des Mannes 34,2 cm. - Pentelischer Marmor mit warmer ockergelber bis rostbrauner Patina, mit den typischen senkrecht verlaufenden graugrünen Glimmeradern.
Angeblich aus Salamis. Erworben 1910, zunächst Leihgabe, dann Geschenk des Bayerischen Vereins der Kunstfreunde.
Gegen 370 v. Chr..



Die Szene der "Münchner Lekythos", die seit C. Curtius enthusiastischer Würdigung im MüJb 6, 1911, 173 ff. zum Repertoire der meisten Kunstgeschichten gehört, ist einfacher schlechthin kaum denkbar.
Im Handschlag verbunden steht sich ein ebenbürtiges Paar gegenüber, der reife, aber keineswegs alte Mann auf seinen einst gemalten Stab gestützt, die junge Frau in leichter Schrittstellung von rechts herantretend.
Beide Gestalten in Dreiviertelansicht, die Köpfe in strengen Profil.
Die Linke des Mannes ist in den Mantel gewickelt, das Körpergewicht ruht auf dem rechten Bein, während das linke nicht, wie so oft bei entsprechenden Darstellungen attischer Bürger, verschränkt, sondern entlastet zurückgesetzt ist.
Das über die linke Schulter geworfene und mit einem Faltenbündel unter der rechten Achsel durchgezogene Himation folgt in knappen, spröden Zügen dem schmalen Kontur der hochgewachsenen Gestalt.
Trotz fehlender plastischer Angabe der Zehen waren die Füsse wohl eher nackt als, wie meist vermutet, mit gemalten Sandalen bekleidet, denn es lassen sich keine Sohlen erkennen.



Der aufrecht gehaltene Kopf mit gepflegtem, in welliges Kalottenhaar und umlaufenden lockeren Kranz unterteilten Haupthaar und mittellangem, vollen Bart ist mit festem Blick auf die Partnerin gerichtet, während die vorgestreckte Rechte deren Hand mit warmem Druck zu umfangen sucht.
Dieses Gegenüber, eine grazile Gestalt zwar, doch voll entwickelt und keineswegs mehr ein Mädchen von etwa fünfzehn Jahren (Curtius), wirkt tatsächlich mit Curtius´ Worten wie eine Nachtwandlerin.
Über dem langen, bis auf den Boden bzw. die sicher mit weichen Schuhen bekleideten Füsse reichenden Leinenchiton liegt ein leichter, die zarten Körperformen nachzeichnender Mantel, der schräg über die Brust geführt ist.
Die Feinheit des Gewebes verdeutlicht besonders der hinter dem dicht verhüllten linken Arm in Bogenfalten herabhängende dreieckige Zipfel.
Von noch leichterer Textur ist das Schleiertuch, das über den Hinterkopf gelegt ist.
Dass es sich hierbei wohl nicht um eine Mantelbahn handelt, zeigt die unterschiedliche Behandlung der beiden Textilien im Nacken und deren deutliche Trennung voneinander.
Das Haupt mit dem schlichten, in der Anlage der Frisur des Mannes ähnelnden Haar (nur das Stirnhaar wirkt fester und straffer), ist tief geneigt.
Die Züge des glatten, jugendlichen Gesichts sind ernst und verschlossen und bei richtiger, nämlich dem Sonnenlicht entsprechender Vertikalbeleuchtung in Schatten getaucht.
Bereits Curtius hat hervorgehoben, dass sich die vorgestreckte Rechte "nicht zum Gruss zusammenschliesst" - eine fein nuancierte Geste, die die Entrückung der gleichsam durchsichtigen Erscheinung hinreichend charakterisiert.

Meisterschaft bei grösstmöglicher Einfachheit der Komposition. Form und Inhalt in schönstem Einklang. Entwurf und Ausführung aber auch aus einem Guss. Der Sicherheit grosszügiger Linienführung entspricht die Wiedergabe kleiner Details (Falterung am Hals der Frau, Stoffbausch in der Ellenbogenbeuge, Querfurche auf der Stirn des Mannes). Die Behandlung des männlichen Inkarnats ist gekonnt, die Charakterisierung des weichen, schmiegsamen Mantelstoffs am linken Arm der Frau lebensnah.
Dass diese ihrem Format nach ganz und gar unmonumentale Lekythos mit ihrem schlichten, rahmenlosen Bild in flachstem Relief auch heute noch jeden Besucher der Glyptothek rührt und zu den Kostbarkeiten des Hauses zählt, erklärt sich aus der stillen Grösse der Darstellung.
Der trotz einer gewissen Sprödigkeit richtig akzentuierte und einander an beiden Gestalten in bestimmten Partien gleichsam respondierende Linienfluss der Gewänder, die ausgeglichene Verteilung der Schwerpunkte und die schwerelose Harmonie der eher schmächtigen Figuren, schliesslich die Intensität der verinnerlichten Stimmung verhelfen dem Bild zu einer Einheit, wie sie selbst innerhalb der attisch klassischen Kunstentwicklung auf Grabreliefs, erst recht aber bezogen auf die Gattung der Marmorlekythen alles andere als selbstverständlich ist.

In: Barbara Vierneisel-Schlörb: "Glyptothek München, Katalog der Skulpturen, Band III.  Klassische Grabdenkmäler und Votivreliefs" S. 121 ff, Verlag C.H. Beck, 1988.



Statue eines Athleten, Kopie (360/350 v. Chr.)
In der fliessenden Gestalt und dem versunkenen Ausdruck des mit sich selbst beschäftigten Athleten steht uns die neue Verinnerlichung des 4. Jahrhunderts eindrucksvoll vor Augen. Der unbekannte Künstler, dessen Auftrag es war, für einen Sieger im Wettkampf eine Ehrenstatue zu arbeiten, hat den Jüngling ganz in sich gekehrt dargestellt, da er sich anschickt, nach dem errungenen Sieg sich zu reinigen. Er träufelt sich dazu aus einem kleinen Gefäss, das seine erhobene rechte Hand umfasste, Salböl in die offene linke Handfläche.

Aus: "Glyptothek München, Griechische und römische Skulpturen" von Dieter Ohly.
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Let us once again engage in science fiction. This time we use an example devised by Rogers Albritton. Imagine that we someday discover that pencils are organisms. We cut them open and examine them under the electron microscope, and we see the almost invisible tracery of nerves and other organs. We spy upon them, and we see them spawn, and we see the offspring grow into full-grown pencils. We discover that these organisms are not imitating other (artifactual) pencils - there are not and never were any pencils except these organisms. It is strange, to be sure, that there is lettering on many of these organisms - e.g. BONDED Grants DELUXE made in U.S.A. No. 2. - perhaps they are intelligent organisms, and this is their form of camouflage. (We also have to explain why no one ever attempted to manufacture pencils, etc., but this is clearly a possible world, in some sense.)
If this is conceivable, and I agree with Albritton that it is, then it is epistemically possible that pencils could turn out to be organisms. It follows that pensils are artifacts is not epistemically necessary in the strongest sense and, a fortiori, not analytic.


Hilary Putnam: The meaning of "meaning", in : "Mind, Language and Reality", Philosophical Papers, Volume 2.

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Grave relief of Mnesarete. Aboute 380 BC.
The dead woman is seated in front of a sorrowing girl. The name is recorded on the pediment "Mnesarete (daughter) of Socrates".
Underneath is the verse: "She leaves behind husband, brothers and sisters, and to her mother sorrow, as well as her child and the undying glory of great virtue. Here [ in the grave ] Mnesarete, who reached the summit of all virtue, is held in Persephone´s chamber."





Dieter Ohly in Glyptothek München: griechische und römische Skulpture sagt zu diesem Relief: "Das grosse Relief der Mnesarete, das den Saal IV beherrscht, zählt zu den schönsten Denkmälern der attischen Grabkunst des 4. Jahrhunderts vor Chr., die der Nachwelt erhalten geblieben sind."
Leider schweigt er darüber, in welcher Beziehung die Verstorbene zu Sokrates stand. Ich las etwas nach und fand heraus, dass Sokrates drei Söhne hatte. Aber vielleicht nahm ich die Namensangabe auch zu buchstäblich. Das Relief selbst, wie auch die Verse sind in der Tat sehr schön.




"Munich Lekythos".
Grave monument in the form of an oil flask (lekythos). About 370 BC.
As a sign of their attachment the couple reach out their hands to each other.




Grave monument of Archippe in the form of a lekythos. About 390 BC.
The seated dead woman, a woman (Xeno) with child.

По левую руку от Grave relief of Mnesarete расположились две пантеры:



Female panther, stand probably on the familial tomb of Mnesarete. Attica, ca. 360 BC.

Следующий зал был посвящён Eirene.



Eirene, goddess of Peace and, as mother of Plutos, of Prosperity.
Roman sculpture after an original of 370 BC, which stood in the market place of Athens.

В нём можно было встретить примеры совершенной гармонии и красоты : 



"Aphrodite of Cnidos". Roman sculpture after a statue by Praxiteles of about 350 BC.
Die Fähigkeit, vollkommene Harmonie und Schönheit darzustellen, kann man Praxiteles gewiss nicht absprechen.

В основном залы наполняли статуи императоров и философов, но меня в них привлекали (и) женские головы.  Например эта :



Head from the statue of a woman. About 300 BC.

Или этот портрет совсем юной римлянки: 



Young Roman woman. Beginning of 1st centure AD.

Несколько неожиданно было встретить портрет Аннии Галерии Фаустины, жены Марка Аврелия :






Faustina (130-176 AD).  Wife of the emperor Marcus Aurelius.  And Marcus Aurelius (161-180 AD). A philosopher as Emperor.

Бюст Марка Аврелия виден на фотографии слева.
Фаустина была дочерью императора Антонина Пия. Antoninus Pius адаптировал Марка Аврелия, следуя желанию императора Адриана.
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