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Frank Peter Zimmermann играет Violinkoncert op. 61 Бетховена. А на Zugabe - Allegro aus Sonata Nr. 2 a-moll (BWV 1003) Баха.
 
Только после концерта я узнала, что играет он (опять, одно время он её лишился) на скрипке Страдивари Lady Inchiquin.  Хотя я думаю, концерт был прекрасен далеко не только по этому ... 



41590 Lady Inchiquin 1000w

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Bild knnte enthalten: 2 Personen, Schuhe und Innenbereich


Sir Jeffrey Tate был вчера посвящён в рыцари (Knight Bachelor). 
 
 
Jeffrey Tatе, шефа-дирижёра Гамбургского симфонического оркестра, я слышала один раз в Гамбурге. Тогда я обратила внимание на его не совсем ординарную биографию: по своей первой профессии он был глазным хирургом. И на его очень тёплую и приятную манеру поведения (он говорил перед началом концерта о том, как он, англичанин, живущий в Германии (пусть и на её севере), относится к Brexit). 
 
Оказывается, он с 2010 женат (или замужем? как здесь правильно по-русски сказать?) на Klaus Kuhlemann, "с которым они уже 32 года являются парой". Так долго уже существуют гражданские  браки между мужчинами, однако ... Здорово. 
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 Maurizio Pollini. 


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Die Laeiszhalle in Hamburg

Die Laeiszhalle in Hamburg

Berechtigten Applaus für seine fulminante Leistung erhielt Heinz Holliger als Solist in Elliott Carters Konzert für Oboe und Orchester. Über 20 Minuten hinweg ist der Oboist in diesem horrende schweren Werk fast andauernd präsent. Carters Musik allerdings ist eher spröde, mit eintönigen Durststrecken, aber auch mit vereinzelten lyrischen Inseln und wunderschönen Momenten, an denen der Solist einen Ton ins Orchester hineinspielt und mit wohltönenden Resonanzen belohnt wird. Mit einem Tombeau in memoriam Pierre Boulez als Zugabe bedankte Holliger sich für den Beifall.

Quelle : Hamburger Abendblatt, 10.10.2016. 
 
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1983 wurde von Friedemann Kannengießer und dem Musikwissenschaftler Martin Fliege die schola cantorum st. stephanus an der inzwischen entwidmeten St. Stephanuskirche gegründet. 
Sie ist einer der wenigen Kammerchöre in Norddeutschland, die unbekannte Geistliche Chormusik des 12. bis 17. Jahrhunderts und Gregorianik aufführen. Geistliche Bicinien von Adam Gumpeltzhaimer gehören ebenso zum Repertoire wie auch das Graduale Sederunt von Perotinus magnus. 
Hörer in Gottesdiensten und Konzerten sollen angesprochen und vertraut gemacht werden mit der Chormusik des Mittelalters. Die schola cantorum st. stephanus hat in den letzten dreißig Jahren an vielen Orten Deutschlands und in Polen gesungen und zahlreiche Motetten, Hymnen und Messen deutscher, niederländischer, spanischer, italienischer, polnischer und englischer Meister aufgeführt. 

Quelle. 
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konzertnachbericht-grigory-sokolov

 
Der Berühmteste ist sicherlich Lang Lang. Der Bedeutendste, sagen Klassikpuristen, ist Grigory Sokolov.
Von seinen Fans wird er auch Tastenleser oder Zauberer genannt. Gestern Abend  verzauberte der 65-Jährige Pianist dann das Publikum in der ausverkauften Hamburger Laeiszhalle. Zu Hören gab es Werke von Chopin und Schumann. Die Interpretation Sokolovs berührte die Konzertgäste so sehr, dass die schrecklichen Ereignisse in Brüssel  kurzzeitig vergessen waren.

„Die Musik hört niemals auf“, das sagte Sokolov einmal.

Auch gestern wollte er einfach nicht die Bühne verlassen und spielte ganze 5 Zugaben. Unter Standing Ovations bequemte er sich am Ende aber doch noch von seinem Klavierhocker und  ließ sich gebührend feiern. Sprachlos über die hervorragende Darbietung der romantischen Klavierwerke verließ das Publikum schließlich die Laeiszhalle: Ganz beseelt, ja „fast sogar wie nach einem Gottesdienst“  fühlten sich die Besucher am Ende des Abends. Sokolovs Musik konnte so manchem Besucher vielleicht ein Stück mehr Frieden schenkt.

Quelle. 

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http://www.ndr.de/fernsehen/Kent-Nagano,typisch1074.html


Die Welt, 19.12.2016

Kent Nagano und sein Ausflug in Bachs Kosmos

In der Vorweihnachtsserie "Literarisch-Musikalischer Adventskalender" trat Nagano selbst als Pianist auf. Mit den Philharmonikern konzertierten er und die Geigerin Vilde Frang in der Laeiszhalle. Von Helmut Peters

Für Überraschungen ist Kent Nagano, Hamburgs neuer Generalmusikdirektor an der Staatsoper, immer zu haben. In der liebenswerten und von den Hamburgern begeistert angenommenen Vorweihnachtsserie "Literarisch-Musikalischer Adventskalender" trat er am Freitag an der Dammtorstraße sogar höchstpersönlich als Pianist auf. Und nicht nur er, sondern seine ganze Familie. Zur Freude aller Beteiligten spielten Nagano, seine Ehefrau Mari Kodama und seine Tochter Karin Nagano eine für Klavier sechshändig transkribierte Fassung von Bachs Choralpräludium "Durch Adams Fall ist ganz verderbt" BWV 637 aus dem Orgelbüchlein.

Die Idee dieser vorweihnachtlichen Veranstaltung ist es ja, dass Staatsopernmitglieder aller Bereiche in entspanntester Atmosphäre Geschichten und Musik präsentieren und damit auch Menschen in die Staatsoper locken, die nicht unbedingt opernaffin sind. Solche Programmnovitäten sind nur ein einzelnes Zeichen für die neue Offenheit und Lebendigkeit des Hauses, die Nagano und der Intendant Georges Delnon konsequent ausbauen wollen.

 Musikalische Erlebnisse mit anderen teilen

 

Kent Naganos familiärer Ausflug in Bachs Kosmos auf der Klaviertastatur war für den Maestro gleich auch eine Einstimmung auf das 4. Philharmonische Konzert, das am Sonntagvormittag und am Montagabend auf dem Programm steht. Eine ganze Serie von Bach-Konzerten und Bearbeitungen für Orchester hat Nagano hier vorgesehen, gefolgt von der 6. Sinfonie von Anton Bruckner, die er als eines seiner Lieblingsstücke bezeichnet und seit Langem im Repertoire hat.

Die norwegische Geigerin Vilde Frang, die zu den interessantesten jungen Geigerinnen mit viel Sinn für das Besondere gehört, spielt Bachs Violinkonzerte a-Moll BWV 1041 und E-Dur BWV 1042. Bei ihrer aktuellen CD-Aufnahme von Mozarts Violinkonzerten Nr. 1 und 5 mit dem Barockensemble Arcangelo hat sie einmal mehr bewiesen, wie mühelos und mutig sie ein derart oft interpretiertes Repertoire neu deuten kann. Immer wieder beteuert die 29-Jährige, dass es ihr nicht um Technik und Virtuosität allein gehe, sondern um das Ziel, musikalische Erlebnisse mit anderen auch wirklich zu teilen.

Damit schwimmt sie auf gleicher Wellenlänge wie Kent Nagano, der den Austausch aller beteiligten Orchestermusiker untereinander an erste Stelle rückt. Nur was miteinander gefühlt und nonverbal so optimal wie möglich kommuniziert wird, kann authentisch sein und vom Publikum verstanden werden. "Jedes Mal fühle ich mich bei Konzerten so", sagt Vilde Frang, "als stehe ich mit den betreffenden Werken zum ersten Mal auf der Bühne." Man darf gespannt sein, ob und in welchem Ausmaß Frang bei diesen Violinkonzerten auch barocke Spieltechniken zum Einsatz bringt, wie sie phrasiert und ihre Vuillaume-Violine aus dem 19. Jahrhundert zur Geltung bringt.

Brücke von Bachs zu Bruckners Musik

Zu Naganos Entdeckerphilosophie passt es, dass er ergänzend zu den Originalwerken von Bach nicht, wie viele andere Dirigenten in groß besetzten Sinfoniekonzerten, Leopold Stokowskis pompöse Orchestrierung der Toccata und Fuge d-moll spielt, sondern zwei fein gesponnene Orchestrierungen aus der Kunst der Fuge BWV 1080 vom japanischen, 1953 geborenen Komponisten Ichiro Nodaira.

Die Brücke von Bachs zu Bruckners Musik zu schlagen, fällt kaum schwer, sind doch beide Komponisten von einer tiefen Religiosität durchdrungen. Dennoch sind Bachs Polyphonie und Bruckners komplexe Verarbeitungstechniken seiner oft dreiteilig aufgebauten Themenblöcke und erst recht seine ungeheuer machtvollen Steigerungswellen nur bedingt miteinander vergleichbar. Die Sechste, die Bruckner schmunzelnd als seine "keckste" bezeichnete, ist im Vergleich zu den früheren Sinfonien von Beginn an ungemein dicht und dynamisch. Die kontrastierenden Abschnitte wechseln rascher als sonst und nicht selten unvermittelt.

"Alle meine Kollegen und Freunde im NDR werden sich noch erinnern", erzählt Kent Nagano, "dass ich in den Neunzigerjahren viele Jahre lang mit Günter Wand zusammengearbeitet habe. Auch in meiner Berliner Zeit bin ich regelmäßig nach Hamburg gekommen, um mit ihm an Bruckner zu arbeiten. Wand hat eine so deutliche Inspiration gehabt, von der ich ungemein viel gelernt habe."

Was die Kunst ausmacht, Bruckner richtig zu dirigieren, ist und bleibt ein Geheimnis. Zu viel Gestik kann zerstören, zu wenig Einsatz aber auch die machtvollen Satzteile auseinanderfallen lassen. Stets geht es darum, die mitreißenden Harmoniewechsel mit langem Atmen zu präparieren oder bestimmte Klangfarben zu erzeugen, die nur mit sorgfältigster Ausbalancierung zu erreichen sind. Ausgerechnet Bruckner widmet Kent Nagano in seinem Buch "Erwarten Sie Wunder" ein eigenes Kapitel. Unter dem Titel "Entgrenzung" gesteht er, dass bei jeder Begegnung mit dem Österreicher Jugenderinnerungen bei ihm aufkämen. Und immer wieder empfinde er beim Hören seiner Musik Überraschung und Staunen. "Es gibt in jeder Bruckner-Sinfonie so viel Inhalt, dass man sich damit ein Leben lang auseinandersetzen muss."


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Es ist immer gut, Bach´s Genie zu begegnen. Es gibt Kraft und Hoffnung hinsichtlich der menschlichen Natur. Hinsichtlich dessen, zu welcher Höhe, Komplexität und Güte 
(und Tiefe) unsere Spezies fähig ist.

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Сегодня я слышала эту мессу в одном монастыре (в исполнении студентов местной музыкальной консерватории) и мне казалось, что я ещё не слышала ничего прекрасней. 
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"It’s fun to delve into [Mozart's] ingenuity and emotional directness, his writing speaking directly to listeners while performers delight in his myriad clever phrases. As a result, Mozart improves moods; when I look around the stage at people playing his works, I always see smiles.”


Hilary Hahn 



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Sehr oft werde ich nach meinem Lieblingskomponisten gefragt - eine typische Frage von Laien an Musiker, eine, die wir Musiker uns gegenseitig wohl eher selten stellen. Vielleicht weil wir sie vordergründig als banal empfinden. Vielleicht auch, weil eine direkte Antwort darauf, ehrlich gesagt, unmöglich ist. 

Musik ist zu meinem Leben geworden. Nichts von dem, was ich tue, hat nicht irgendwas mit Musik zu tun. Ich habe Werke berühmter und weniger bekannter Komponisten einstudiert und dirigiert, aus ganz unterschiedlichen Epochen. Ich habe versucht, sie zu verstehen. Unzählige Stunden habe ich darüber nachgedacht, wie die Orchester, die ich dirigiere, die Werke spielen könnten, um dem Publikum die darin liegenden Aussagen nahe zubringen. Ich habe mich bemüht, bis zum Kern der Kompositionen vorzudringen und so mancher Rätselhaftigkeit auf die Spur zu kommen. Ich tue es heute noch. So sind mir meist die Komponisten, mit deren Werken ich mich gerade intensiv beschäftige, am präsentesten und vielleicht in dem Moment auch am nächsten. Aber sind sie mir dann auch die liebsten ?

Ich weiß es nicht. Meine Entdeckungsreise durch die Welt der klassischen Musik, die vor sechzig Jahren an der Westküste Kaliforniens in einem Fischerdorf begann, ist längst nicht zu Ende. Im Gegenteil : Meine künstlerische Neugier treibt mich täglich weiter in diese faszinierte Welt hinein, deren Umfang immer größer wird, je tiefer ich in sie vordringe. Die Welt der Musik gleicht unserem expandierenden Universum. Je mehr ich mich mit Musik befasse, desto weniger meine ich über sie zu wissen. Wie also sollte ich diese offenbar gar nicht so banale Frage nach meinem Lieblingskomponisten beantworten ?

Vielleicht, indem ich sie anders formuliere : "In deiner freien Zeit, in Stunden, die nicht verplant sind und ganz dir gehören - welche Musik würdest du dann für dich spielen ?" Die Antwort darauf ist viel einfacher. Es ist die Musik von Johann Sebastian Bach. Das sage ich ohne den Hauch eines Zweifels. Von frühester Kindheit an hat mich Bach verfolgt und ich ihn. Bis heute. Seine Musik lässt mich nicht los.  Ihre Tiefe ist unendlich. Sie vereint alles, was klassische Musik ausmacht. Und bis heute bin ich auf der Suche nach dem Warum.


Aus : "Erwarten Sie Wunder !" von Kent Nagano.

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Das Musikwunder in unserem Dorf begann mit dem Auftauchen eines pädagogischen Ausnahmetalents, das alles veränderte. Es war der gebürtige Georgier Wachtang Korisheli, den wir, seine Schüler, bis heute mit geradezu anhänglicher Verehrung Professor Korisheli nennen. In meiner Erinnerung kam er wie aus dem Nichts, vorbeigefahren mit seinem kleinen, ratternden Volkswagen. Er war einfach plötzlich da und begann, unsere Grundschule in eine Art musikalisches Labor zu verwandeln. Das war 1957, ich war gerade sechs Jahre alt. 



Kent Nagano, Erwarten Sie Wunder !


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